Deutschland
|
Süddeutsche Zeitung
|
Actualités
Information (1/1)
Julian Assange ist am frühen Montagabend am Flughafen Stansted in ein gechartertes Flugzeug gestiegen, Flugnummer VJT199, und hat London verlassen. Wie es aussieht, für immer.

Seine Anwälte haben in den vergangenen Tagen einen Deal mit den USA geschlossen, der besagt, dass er sich in einem der achtzehn Anklagepunkte für schuldig bekennt, und zwar jenem, der ihm einen Verstoß gegen das Spionagegesetz vorwirft, alle anderen werden dafür fallen gelassen. Er muss am Mittwoch auf Saipan, der Hauptinsel der Nördlichen Marianen, in einem Gericht erscheinen und sich formal schuldig bekennen.

Dort, so ist es vereinbart, wird er zu 62 Monaten Haft verurteilt, wobei die Inhaftierung in Großbritannien anerkannt wird. Assange saß ziemlich genauso lang im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, die vergangenen fünf Jahre. Beziehungsweise 1901 Tage, „in einer zwei mal drei Meter Zelle, 23 Stunden am Tag isoliert“, darauf wies die einst von ihm mitgegründete Organisation Wikileaks noch einmal hin.

Der Fall Assange ist immer mehr gewesen als ein Einzelschicksal. Es ging um Transparenz von Regierungsarbeit, auch um Fragen der Pressefreiheit. Und es ging um die Macht von Regierungen, insbesondere jener der USA.Warum der Fall so brisant war und was der Deal bedeutet, jetzt lesen mit SZ Plus: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/assange-wikileaks-usa-london-whistleblower-e855575/utm_content=assange_e855575&utm_medium=organic_content&utm_source=facebook&utm_campaign=op_social
Publicité
Écrire un commentaire

Publicité